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This is the end!
So,
das wird jetzt wohl der letzte Eintrag in diesem Blog sein:
Wir sind gut wieder zuhause angekommen und leben uns so langsam wieder ein. Die Betonung liegt wirklich auf „langsam“, denn das abendliche Savannah (und/oder Castle Lager) wird zwar nicht ganz so dolle vermißt wie die English Bay
- die uns nach einem anstrengendem Arbeitstag jede Menge Entspannung geboten hat – aber das gehört auf jeden Fall zu den Dingen, die hier in Deutschland wirklich fehlen. Ganz zu schweigen von den Temperaturen: so schwer es anfangs fiel, sich an das Klima zu gewöhnen: Sonnige 32 °C haben (in Tateinheit mit kühlendem Wind) schon einiges für sich! Ebenso wie 27°C warmes Wasser und schöne bunte Fische…
Ein bisschen wehmütig ist der Blick zurück also doch.
Mir macht auch die Zeitumstellung ein bisschen zu schaffen: Es sind zwar nur 2 Stunden, aber mir als ausgewiesene Langschläferin fällt das frühe Aufstehen so noch viel schwerer. Aber das wird sich bestimmt in ein paar Tagen gegeben haben.
Hier in Deutschland erwartet uns jetzt die Ausarbeitung der Kartierung, das heißt erstmal die Korrelation und die Reinzeichnung der Profile, sowie das Bearbeiten der Proben. Wir haben etwa 30 bislang in Bonn, 5 Pakete sind schon mit dem Schiff unterwegs und 15 weitere warten noch im Post Office in Georgetown auf das Schiff, das am 8.April in Richtung England ablegt. Mal sehen, wann diese Proben wohl eintreffen werden. Bis dahin werden wir uns jedenfalls mit den 30 Proben beschäftigen, die schon da sind: waschen, picken, mahlen, schmelzen, RFA, Dünnschliffe… Es wartet also genug Arbeit auf uns, um das nächste Jahr zu füllen
Für uns war diese Reise nach Ascension ein besonderes Erlebnis, und das in mehrerer Hinsicht: Wir haben nicht nur viel über Geologie allgemein und die Vulkanologie der Insel im Speziellen gelernt, wir haben die Riesenschildkröte nisten
und schlüpfen
sehen, (teils endemische) Pflanzen
und Vögel
bewundern dürfen, einen Tag beim Hochseefischen verbracht (wenn auch ohne etwas Besonderes zu fangen), das herrliche Licht der blauen Stunden genießen dürfen, uns Esel
zu Freunden gemacht, und last but not least viele besondere Menschen kennengelernt. Und das besondere soziale Klima dieser Insel kennenlernen dürfen.
Mit diesen Zeilen möchten wir den Blog jetzt auch beenden und uns für die Aufmerksamkeit bedanken. Wir hoffen, euch mit unseren Erzählungen und Fotos nicht allzusehr gelangweilt zu haben
Viele Grüße von den Wehmütigen,
Sebastian und Kirsten
2 comments April 3, 2007
Tschöööö!
Aloha,
dies sind sie also: die unwiderruflich letzten News von der Insel!
Mit der Arbeit sind wir Dank eines guten Zeitplans gut fertig geworden. Die Pakete sind zum größten Teil gepackt und einige Orte sind zum letzten Male besucht *sniff*
Alles in Allem ist das hier einfach eine wunderschöne Insel. Wir freuen uns zwar auf zuhause, aber vermissen werden wir hier bestimmt auch eine Menge…
Aber zum Abschied gibt uns die Insel nochmal ein paar Kuriositäten mit auf den Weg:
Heute morgen ist völlig unangekündigt unser völlig verdrecktes Auto zur Inspektion abgeholt worden. Wir haben zwar ein Neues bekommen – aber den ganzen Kram umräumen muß man ja auch erst mal.. Außerdem war das echt etwas peinlich: Es ist nicht so, dass nur unsere 5 Millionen Bims- und Schlackestückchen im Auto liegen – nachts wird es seit ein paar Wochen von den beiden Turtle-Menschen benutzt und ist entsprechend mit Sand vollgekrümelt.
Aber schlecht ists auch nicht, 3 der Reifen waren völlig runtergefahren und gestern ist während der Fahrt der Fahrersitz nach hinten gerutscht.. Also, dem wird keine Träne nachgeweint!
Eine weitere Kuriosität, die uns heute morgen erreichte: Wir müssen unser Gepäck am Donnerstag um 10 Uhr morgens einchecken, da die Röntgengeräte ausgefallen sind. Nun wird das ganze Gepäck wohl per Hand untersucht. Das bedeutet für uns, dass wir unsere Proben alle per Post verschicken werden.. Und unsere Obsidian-Mitbringsel wohl auch. Ein Segen dürfen wir dann wieder wegfahren und müssen nicht den ganzen Tag am Flughafen rumhängen (der Flug geht um kurz vor 11 abends) – denn eigentlich wollten wir am Donnerstag nochmal so richtig schön an der English Bay schwimmen und schnorcheln gehen. Da muß dann halt der nasse Bikini und der Schnorchel mit ins Handgepäck. Und ein Segen ist die kurze Hose mittlerweile so zerfleddert, dass die eh hier bleiben muß
Morgen früh werden wir noch eine kurze Präsentation im Conservation Center halten: Die würden gern wissen, was wir bislang herausgefunden haben. Da es aber keinen Beamer gibt, werden wir wohl um einen Laptop herumsitzen – aber es werden wohl eh höchstens 10 Leute werden.
Heute werden wir wohl die letzten Proben holen! Und wir haben per google-earth noch ein paar kuriose Strukturen gefunden, zu denen wir heute noch wandern werden. Mal sehen, was das wohl sein mag
So, deshalb mal Schluss jetzt und auf gehts!
Viele Grüße von den braungebrannten, sich aufs Frieren freuenden,
Sebastian und Kirsten
1 comment März 27, 2007
Letzte Dinge
Hallo,
so wie es ausschaut, sind dies wohl die vorletzten News von der Insel: Heute in einer Woche sind wir schon am Flughafen. Denn Einchecken muß man um 19h, Abflug ist um 22:30h. Wenn hoffentlich nichts mehr dazwischenkommt, wie etwa schlechtes Wetter auf den Falklands (weswegen das Flugzeug schonmal später kommen kann – bitte Daumen drücken
)!
Die letzten Tage verbringen wir damit, bislang Versäumtes nachzuholen – und dabei völlig neue Aufschlüsse zu finden, wie den hier:
Diese mächtige Abfolge von Bims-Fallout haben wir in einem Canyon am Nord-Östlichen Ende der Insel gefunden, nachdem wir außerplanmäßig einen mächtigen Trachytflow bestiegen haben. Das haben wir getan, weil wir auf einer Tour gesehen haben, dass dort noch Fallout liegt. Und so reiht sich Puzzleteil an Puzzleteil und jede Entdeckung zieht scheinbar eine Neue hinter sich her. Aber so ists auch schön, es wird wenigstens nicht langweilig!
Aber ansonsten ist alles wie immer: Das Wetter ist schön und heiß, die Schönheit der Insel hat noch nichts von ihrem Zauber verloren, vor allem in den blauen Stunden morgens und abends – wenn sie auch so langsam ein wenig klein wird.
Wir freuen uns beide schon ziemlich auf zuhause
Bis dahin jedenfalls schöne Grüße, mit diesem Ausblick:
Sebastian und Kirsten
3 comments März 22, 2007
Nur…
… ein ganz kurzes „Hallo“ von der Insel!
Das HaiSteak hängt zum Auftauen auf der Wäscheleine
und wir sind quasi auf dem Weg zur English Bay
Einen schönen Abend wünschen euch
Sebastian und Kirsten
1 comment März 20, 2007
Langsame Autofahrer!
Liebe Leser,
es ist mal wieder Donnerstag: Zeit den Blog zu updaten. Genau heute in 2 Wochen werden wir nach Hause fliegen: tempus fugit, und das nicht zu knapp. Wir hatten doch gestern erst den 8.Februar?
Jedenfalls bot sich gestern nacht, als der Strom und damit der Ventilator ausfiel, die Gelegenheit sich zu überlegen, was man zuhause vermissen könnte. Ganz oben auf der Liste (naklar): das Geräusch des Ventilators, ohne das uns das Einschlafen ziemlich schwer fiel (könnte auch an der stickigen Hitze gelegen haben?!). Direkt an nächster Stelle stehen bei mir die kleinen Ascension-Samurai-Mücken: Die haben einen schon mindestens 5mal in den gleichen Arm gestochen, bevor man das bemerkt. Das Jucken hat sich auch nach 30 min erledigt. Die würd ich gern gegen unsere pestizidverseuchten Megastich-produzierenden Mücken eintauschen ![]()
Nummer drei: die Guaven-Büsche. Die riechen und schmecken einfach wie Multivitaminbonbons *hjam*.
Die Staude Bananen, die bei uns im Kofferraum liegt, ist aber auch nicht zu verachten!
Was ich definitiv nicht vermissen werde, ist die mangelnde Auswahl an frischen Lebensmitteln. Mit dem Wort „Tomate“ könnte man mich hier glatt in den Wahnsinn treiben. Was freu ich mich auf ein schönes Kaubewegung verlangendes Körnerbrot mit Tomatenscheiben, Salz und Pfeffer…
Aber genug geträumt und noch ein paar Worte zum Klima. Wir wissen nicht genau warum, aber an manchen Tagen ist die Hitze kaum auszuhalten. Man hat das Gefühl, dass man trotz dicker Sonnencreme nach 30 min einfach verbrennt. Die Haut wird rot, und man kann gar nicht soviel trinken, wie man Durst hat. Da hilft es nur, in den Schatten zu wechseln und die ganze Sache auszuhalten. Das Meerwasser ist mit etwa 27° auch keine besondere Erfrischung, leider.
Naja, ein Segen funktioniert der Ventilator wieder
Aber es geht ja auch anders, wie dieses Foto beweist: Das haben wir gestern in der Nähe des Nasa-Gebäudes bei Cricket Valley aufgenommen: Mitten drin in den Wolken. Warm ist es aber trotzdem.
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Was die Arbeit anlangt, sind wir immer noch guter Dinge. Es scheint, als ob unser Zeitplan aufginge und wir das erledigt bekommen, was wir uns vorgenommen haben. Ein bisschen Gekämpfe mit Mexican Thorn und Kaktus ist leider dabei, aber das gehört wohl einfach dazu.
Als nächstes steht die Green Mountain Tephra auf der Tagesordnung – und eine Runde um den Berg, sollte er denn mal wieder ohne Wolken sein. Denn von dort oben hat man einen guten Überblick über die Lavaflows.
Leider sind wir noch auf ein paar Tage ohne Wolken angewiesen: Die sind im Moment aber rar. Dafür dürft ihr uns gerne die Daumen drücken
Bis die Tage sagen dann mal die Überhitzten,
Sebastian und Kirsten
PS: Ok, Nummer 4 auf der ungewichteten Liste der zu vermissenden Dinge: English Bay. Herrje, nach so einem heißen Tag tut ein kleines Bad echt richtig gut. Heute hatten die Wellen zwar einen ziemlichen Sog, aber dafür gab es ein paar schöne Fische zu beobachten. Und es war einfach herrlich erfrischend
1 comment März 15, 2007
Puzzle
Lieber geneigter Leser,
und schon wieder muß ich mich für einen verspäteten Artikel entschuldigen, aber manchmal läuft es eben nicht so, wie man gern möchte. Und das gilt besonders für Ascension Island – so zumindest unser Eindruck (das gilt natürlich nicht für alles!).
Mittlerweile hat es 3 unser Hämmer ziemlich geschrottet – wie das Foto eindrucksvoll beweist.
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Die beiden Forgecraft-Hämmer verlieren beim Schlagen ihren Stiel und der Vorschlaghammer ist mittlerweile komplett durchgebrochen.
Mal sehen, wie lange die Forgecraft-Hämmer mit ihrem Reparatur-Workaround-Tape wohl noch halten!
Mein Hammer taugt jedenfalls wohl nur noch, um Bims aus dem Aufschluss zu pulen – für Hardrock hat sichs ausgehämmert! Nach Hause kommt er aber trotzdem mit – als schönes Erinnerungsstück an unsere Kartierung.
Desweiteren hat uns die Insel heute gezeigt, was so ein richtiger schöner tropischer Regen ist:
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Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser einige cm hoch im Hinterhof. Und nach etwa 30 sec war man völlig durchnässt. Unsere Wäsche hing wieder tropfend auf der Leine. Und den direkt im Vorgarten stehenden Cross Hill konnte man kaum noch sehen.
Da es im Abstand von 15 min jeweils einen 5 minütigen Starkregenschauer gab, haben wir heute ein wenig den Papierkram gepflegt: ein paar Profile gezeichnet, diese in die Karte übertragen, die jetzigen Ergebnisse zusammengetragen und formuliert. So wissen wir jetzt für die letzen 2,5 Wochen ganz gut, was wir wo noch machen müssen.
Ansonsten läuft es aber eigentlich recht gut mit unsere Kartierung: Die Puzzlestücke fangen an sich aneinanderzufügen: Ein Gebiet, das Ariane-Tal, konnten wir mittlerweile abschließen. Und das sogar schneller als erwartet, da sich der gesamte obere Teil als eine Abfolge von verschiedenen teils enorm mächtigen (ca. 5m) Aschenlagen entpuppte, den wir nicht genau aufnehmen konnten, lediglich in seiner lateralen Ausdehnung. Jedenfalls war dort weit und breit kein Bims zu sehen!
In unserer Nasa-Road-Ebene neigt sich die Arbeit auch dem Ende zu: Wir konnten dort 3 verschiedene Einheiten ausmachen und mit Profilen in der Umgebung korrelieren. Was zu Anfang wie das absolute Chaos aussah und uns wirklich frustriert hat (zumal wir dort angefangen haben zu arbeiten – in unserer ersten Lernphase), entpuppt sich mittlerweile als wohlgeordnet – wenn man die Ordnung erstmal anfängt zu durchblicken.
2-3 Profile werden wir dort noch aufnehmen, um die laterale Ausdehnung zu kartieren.
Und so neigt sich auch dieser Tag auf Ascension seinem Ende zu – es dämmert gerade bei uns.
Und gekocht werden muß auch noch (Käsekartoffeln mit TK-Möhren)!
Guten Appetit wünschen
Sebastian und Kirsten
1 comment März 13, 2007
Aloha,
hier mal wieder die News von der Insel
Holger ist nun wieder abgeflogen (mit 20 Kilo Proben im Gepäck), wenn auch mit mehrstündiger Verspätung, weil die Flugpläne von jetzt auf gleich willkürlich geändert wurden. Das zeigt jedenfalls, dass es auf dieser Insel quasi real existierende sozialistische Verhältnisse herrschen. Und das auf einer britischen Militärinsel, wer hätte das gedacht
Einzige Ausnahme: die Preise. Während es im Sozialismus ja alles günstig gab, ist hier alles viel teurer als wir uns das vorstellt haben – und das obwohl wir schon gesalzene Preise erwartet haben.
Ein kleines Beispiel der Einkauf von gestern nachmittag:
2 Dosen Tomaten
1 Tube Zahncreme
1 Glas Nutella
4 Äpfel
3 Schokoriegel
1 Dose Appletizer (Apfelsaft mit Bubbels)
3 Pflaumen
1 Packung Cashewnüsse
300g gefrorene Paprika
1 Packung Wäscheklammern (sind Mangelware im Hostel)
Kauft das mal zuhause nach.. und versucht nicht, uns zu erzählen, dass ihr dafür 27 € bezahlt habt
Ansonsten: wir haben mittlerweile 5 Pakete mit Proben in Richtung Heimat geschickt, das Schiff geht heute abend und wir hoffen, dass die Proben nicht allzulange brauchen. Ein Segen haben wir dieses nach England fahrende Schiff innerhalb unserer Zeit.
Die restlichen Proben werden Mitte April mit einem anderen Schiff in Richtung England aufbrechen, wenn wir die RAF nicht noch irgendwie überzeugt bekommen, die Proben für günstig mitzunehmen und nach Hannover durchzurouten. Denn von Brize Norton aus gehen auch Flüge nach Hannover. Mal schauen, ob das funktioniert, das wäre schon super – viel Hoffnung haben wir allerdings nicht.
Neue Bilder gibt es heute übrigens bis auf diese Blüte nicht – es gab schlicht nichts Interessantes zu fotografieren. Das wird sich aber auch bald hoffentlich wieder ändern ![]()
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Einstweilen viele Grüße von
Sebastian und Kirsten
PS: Holger, wir haben heute einen alten Bekannten wiedergetroffen: Den hell nach dunkel gradierenden Fallout – und zwar an einem Ort, wo wir ihn überhaupt nicht erwarteten (in etwa der Mitte der Ariane-Ebene, am Fuße des Upper Valley Crater) ![]()
PPS: Wir hoffen, du hattest einen guten Rückflug! Hast du den nachgebuchten Flug noch bekommen?
2 comments März 8, 2007
Diesmal pünktlich ;)
Hallo,
ein kleines Beweisfoto für unseren Fleiß ist wohl dies – vor allem auch zu beachten ist die vorbildliche Nutzung der Sicherheitsbrillen während der Probennahme ![]()
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Wir haben in den letzten Tagen viel gearbeitet und viel gelernt: Die eine oder andere Schicht ist korreliert und die eine oder andere Idee ist geboren worden. Aha-Erlebnisse waren wohl auch dabei. Echt erstaunlich, da schaut man sich ein und dasselbe Panorama ein paarmal an und plötzlich, beim dritten Mal, fallen einem die Schuppen von den Augen und die ersehnte Struktur wird endlich sichtbar. Schön vor allem, wenn das zu dem bisherig Gedachten passt
Um Sebastian mal zu zitieren: „Diese Insel hält mit Attraktionen nicht hinter dem Berg“. Das ist wohl wahr… Gestern sind wir von der Mondfinsternis völlig überrascht worden, hatten dann aber einen fantastischen Blick darauf. Den wandernden Schatten bis zum Erlöschen. Und plötzlich wird wieder die Milchstraße sichtbar. Die hatte sich die letzten Tage rar gemacht – der Mond scheint hier so hell, dass man einen klaren Schatten wirft. Das hat natürlich echte Vorteile, wenn man Schildkröten beobachten mag. In den letzten paar Tagen ist auf jeden Fall eine Menge los am Strand: Teilweise sind wohl fast alle Nester besetzt und man hört es von allen Seiten schnaufen und schaufeln. Die ersten Hatchlings sind auch schon geschlüpft und werden von den beiden auch hier lebenden Studenten aus Exeter untersucht. Mal schauen, wann der ganze Strand voll mit zum Wasser eilenden kleinen Schildkrötchen sein wird!
Am Sonntag haben wir ein Profil bei Cricket Valley aufgenommen, eine Struktur, die bislang nur eher mäßig beschrieben und interpretiert ist. Das Profil jedenfalls war eine schöne Abfolge von Schlackenkegelablagerungen, die einen aus Schlacken agglutinierten und sekundär gebildeten Lavaflow am Top enthielt. Die Lava enthält auch diese Megakristen.
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Etwas weiter im Hangenden hat uns dann eine echte Überraschung überfallen: In der bisherigen Literatur war von einer etwa 9m mächtigen Lava-Brekzie die Rede: Mittendrin steckt aber eine einigermaßen gut sortierte Lage von Bimsen. Von der Ferne aus nicht zu sehen, da alles von einer ekligen braun-schwarzen Glibber-Moos-Schicht überwachsen ist. Als wir aber eine Probe aus dem Horizont nehmen wollten, gestaltete sich das als schwierig ![]()
Immerhin sind es auch noch interessante Bimse, Zebrastreifen inklusive, was für eine Magmenmischung spricht. Mal sehen, was die Analyse wohl ergibt. Für die Rekonstruktion der Eruption für dieses Profil ist es jedoch ein echtes zusätzliches Feature, was die Angelegenheit etwas komplexer gestalten könnte.
Im Hangenden dann eine mächtige Abfolge von Surge-Ablagerungen. Mit wunderschönen sedimentären Strukturen: Dünen, Entwässerung, etc.
Darüber liegt ein Horizont von distalem Schlacken-Fallout: Mit „Dewatering Pipes“, die uns seit ein paar Tagen überall über den Weg laufen.
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So, jetzt aber genug gefachsimpelt für heute: Gleich treffen wir uns zum Essen im Hayes House mit Holger Paulick, es wird wohl Nudeln mit Tomatensauce geben – und Wahoo, mal wieder gesponsort von unseren freundlichen Hochseefischernachbarn
Guten Appetit wünschen euch für heute,
Sebastian und Kirsten
1 comment März 5, 2007
Verspätung!
Hallo,
hier mal wieder ein etwas verspäteter Gruß von der Insel!
Unser Betreuer Holger Paulick ist seit Mittwoch morgen hier und wir haben natürlich eine Menge zu tun: Die Profile besprechen, die wir schon gemacht haben, uns das ganze im Gelände anschauen und alles gründlich zusammen durchgehen.
Deshalb sind wir gestern abend etwas müde ins Bett gefallen, nach einer 11stündigen Tour ins Gelände unter der brütenden Sonne Ascensions.. Wenn man die 2,5 Std. Mittagspause nicht mitzählt…
Ansonsten gibt es gar nicht soo viel zu berichten, eigentlich läuft immer alles einigermaßen gleich ab.
Doch, halt! Gestern ist uns die Eselin wieder über den Weg gelaufen und hat uns den halben Nachmittag begleitet und angekaut… Das ist echt eine besonders gutaussehende und freundliche Eselin!
Aus den oben genannten Gründen gibt es heute auch keine Fotos… das wird aber in den nächsten Tagen nachgeholt!
Bis dahin aber viele Grüße von den Müden,
Sebastian und Kirsten
Add comment März 2, 2007
Besonders?
Aloha,
hier kommen die News von der Insel: es gibt fast gar nichts zu berichten. Wir arbeiten so vor uns hin und haben die Profile eines Teils der Insel so gut wie abgeschlossen. Demnächst können wir unsere Schritte also in andere Gefilde der Insel lenken – Aufschlüsse gibt es noch genug
Gestern haben wir uns also mal einen „freien Tag“ gegönnt und haben eine Wanderung gemacht (auf der wir nur eine einzige Probe genommen haben
).
Am Shelly Beach gibt es „Sandkörner“, so groß wir Golfbälle. Die bestehen aus den Schalen von Muscheln, die teilweise eine enorme Größe haben müssen. Ganz große haben wir leider nicht gesehen, nur in Handteller-Größe. Gebt dem Ganzen aber noch ein paar 1000 Jahre, dann wirds da bestimmt einen schönen Sandstrand haben!
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Nicht so schön war allerdings, dass wir am gleichen Strand 2 große tote Schildkröten gefunden haben. Eine männliche und eine weibliche. Die sind wohl scheinbar im Eifer der Gefechts an die Klippen getrieben worden. Felsen gibt es da eine Menge und vor allem eine ganz schön starke Brandung.
Der Weg hin und zurück zur Shelly Beach führt übrigens durch einen Aa-Lava-Flow des South Gannet Hill, von dem auch unsere Probe stammt.
Der Weg zum „Parkplatz“ führte uns direkt am Flughafen vorbei, obwohl da Schilder standen „Authorized Persons only“ sind wir weitergefahren, da wir die Information dort zu parken vom Conservation Office hatten. Gehindert hat uns dann auch niemand und theoretisch hätten wir uns eine Runde auf dem Rollfeld sonnen können. Wenns nicht viel zu warm dafür gewesen wäre
Hm, viel mehr gibt es heute wirklich nicht zu berichten. Bis auf dass ich gestern mein erstes frisch gefangenes Thunfisch-Steak gebraten habe. Lecker! Das war sponsored by den Hochseefischern, die mit uns zusammen im Clarence House wohnen. Dafür bringen wir von der nächsten Tour ein paar Guaven mit
Also, mit diesen Eindrücken entlassen wir euch in eine hoffentlich schöne und uns in eine hoffentlich manchmal etwas regnerische Woche!
Viele Grüße von
Sebastian und Kirsten
1 comment Februar 26, 2007